AMD verdoppelt Marktanteil bei Server-Prozessoren

Der globale Server-Markt ist auch während der Covid-19-Pandemie deutlich gewachsen. Laut einer Schätzung der International Data Corporation (IDC) wurde im dritten Quartal 2020 weltweit 18,5 Milliarden Euro (22,6 Milliarden US-Dollar) Umsatz mit Server-Prozessoren erzielt. Dies entspricht einem Wachstum von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Profitiert haben davon vor allen AMD und ARM, die ihre Marktanteile ausbauen konnten. Intel hat hingegen Marktanteile verloren.

93 Prozent des Marktes (21 Milliarden US-Dollar) entfallen auf von AMD (Epyc) und Intel (überwiegend Xeon). Die übrigen 7 Prozent verteilen sich auf IBM-Systeme (Power-Prozessoren) und Z-Mainframes sowie ARM-Server.

112,4 Umsatzsteigerung bei AMD

Laut des IDC Berichts konnte AMD, den mit Epyc-Prozessoren erzielten Umsatz innerhalb eines Jahres um 112,4 Prozent steigern. Bestätigt werden diese Zahlen auch durch den letzten Quartalsbericht, in dem AMD angab, dass die Sparten Enterprise, Semi-Custom und Embedded ihren Umsatz mit 1,13 Milliarden US-Dollar verdoppelt haben. Enthalten sind darin aber auch die Konsolenprozessoren für die neue Xbox Series X und Playstation sowie die Instinct-GPU-Beschleuniger.

Konkrete Daten zur Marktaufteilung bei Server-Prozessoren nennt IDC nicht. Laut einer Analyse von Mercury Research aus dem November konnte AMD im Vergleich zwischen Epyc und Intel Xeon einen Anteil von 12,1 Prozent erreichen.

Auch ARM mit Wachstum

Die IDC schätzt, dass ARM innerhalb der letzten 12 Monate den Umsatz um mehr als 430 Prozent steigern konnte. Aufgrund der geringen Ausgangsbasis ist der Gesamtanteil des Unternehmens am Server-Markt aber noch immer relativ gering.

Treiber des Wachstums bei ARM Prozessoren sind vor allen die Amazon Web Services (ARM), die die selbstentwickelten ARM-Prozessoren Graviton und Graviton2 nutzen. Im Vergleich zu vergleichbaren x86-Prozessren von Intel oder AMD können die EC2-Instanzen der Open-Cloud so günstiger betrieben werden. In Zukunft möchte auch der Fotodienst Flickr alle Cloud-Dienste, die keine GPU benötigen, auf Graviton-Maschinen laufen lassen.

Laut dem einer Analyse von Jefferies liefen im dritten Quartal 2020 bereits 10 Prozent aller AWS-Instanzen auf Graviton-Prozessoren. AMD war in der Amazon Cloud mit 20 Prozent vertreten.

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