Lidl und Kaufland starten 2021 Public Cloud

Laut einem Bericht des Handelsblatt wird die Schwarz-Gruppe im kommenden Jahr ihre Cloud für deutsche Kunden öffnen. Der Konzern, zu dem die Discounter Lidl und Kaufland gehören, möchte so eine datenschutzfreundliche Alternative zu den Hyperscalern von Amazon, Google und Microsoft bieten. Kürzlich hat zwar auch Microsoft im Rahmen von Defending Your Data  angekündigt, dass Kundendaten in Zukunft besser vor Behörden geschützt werden, das in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorgeschriebene Schutzniveau wird dadurch laut Kritikern des Konzerns aber noch nicht erreicht.

Die unternehmensinterne Nutzung und die Vergabe von Testzugängen an ausgewählte Partnerunternehmen sollen bereits im Januar starten. Mitte 2021 beginnt dann die Vermarktung des Cloud-Angebots an interessierte Unternehmen. Erstmals angekündigt wurde die Open Cloud der Schwarz-Gruppe bereits 2019 als Kooperation mit dem Energieversorger EnBW und dem Werkzeughersteller Würth.

Kein Zusammenhang mit Cloud-Initiative Gaia-X

Obwohl die Ziele der Open Cloud der Schwarz-Gruppe zu großen Teilen mit denen der Cloud-Initiative Gaia-X übereinstimmen, werden beide Projekte voneinander unabhängig entwickelt. Als Grund dafür nennt der Konzern die lange Entwicklungsdauer des Regierungsprojekts.

„Diese Initiativen sind wichtig und richtig, aber sie dauern erfahrungsgemäß lange. Wir müssen aus eigenem Interesse die Entwicklung der Cloud vorantreiben und freuen uns, wenn der Gesetzgeber uns dabei unterstützt“

— Schwarz-IT-Vorstand Christian Müller

Openstack als technische Basis

Als technische Basis des Cloud-Angebots der Schwarz-Gruppe dient die Software Stackit, die aus dem Open-Source-Projekt Openstack entstanden ist. Laut Unternehmensangaben nutzt die vorhandene Infrastruktur von Kaufland und Lidl bereits Stackit. In wenigen Wochen sollen Kapazitäten auch von Kunden gemietet werden können, die die Cloud für virtuelle Maschinen (VM), Datenbanken, Speicherplatz und zur Containerisierung durch Kubernetes nutzen können. Um den Energiebedarf der Rechenzentren möglichst gering zu halten, kooperiert die Schwarz-Gruppe bei deren Planung mit dem Unternehmen Cloud&Heat, das große Erfahrung mit energieeffizienten Serverfarmen besitzt.

Tipp: Für KMU bieten spezialisierte Webhoster auch maßgeschneiderte Clouds in Deutschland an.

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