cPanel vs Plesk 2025 – zwei bewährte Kontrollpanels im direkten Vergleich, speziell aus Sicht von Agenturen mit hohen Anforderungen an WordPress-Integration, Mandantenfähigkeit und Plattformvielfalt. Während cPanel weiter auf seine starke Community und Linux-Fokus setzt, etabliert sich Plesk 2025 als flexibel erweiterbares Panel mit besonders attraktiven Funktionen für Agenturen.
Zentrale Punkte
- Plattformkompatibilität: Plesk unterstützt Linux und Windows, cPanel nur Linux.
- Benutzeroberfläche: Plesk überzeugt mit moderner, intuitiver Struktur.
- WordPress-Integration: Plesk bietet mit dem WordPress Toolkit weitreichendere Automatisierung.
- Lizenzkosten: Plesk bleibt für große Agenturen meist günstiger skalierbar.
- Sicherheitsfunktionen: Beide bieten hohe Standards, Plesk glänzt mit mehr Transparenz bei DNS-Einstellungen.
In vielen Agenturen rücken 2025 auch Themen wie Compliance und Datenschutz stärker in den Vordergrund. Gerade bei der Verwaltung sensibler Kundendaten oder geschäftskritischer Websites wird das Zusammenspiel aus Panel-Funktionen, Sicherheitsmechanismen und Skalierbarkeit wichtig. Sowohl cPanel als auch Plesk haben sich inzwischen auf dichte Sicherheitskonzepte eingestellt, doch Plesk geht einen Schritt weiter, indem es mehr Automatisierungen und komfortable Einstellungsoptionen vereint. Dies zeigt sich in der Gestaltung der Menüs, die bei Plesk für viele Administratoren schneller zugänglich ist, während cPanel eher in den gewohnten Strukturen einer traditionellen Linux-Umgebung verharrt, wo vieles manuell angepasst werden muss.
Darüber hinaus wächst in Agenturkreisen das Interesse an DevOps-Prozessen und Continuous-Integration/Continuous-Deployment (CI/CD). Auch hier muss man sich fragen, wie flexibel ein Panel ist, wenn agile Entwicklungsprozesse stattfinden und mehrere Projekte in unterschiedlichen Stadien parallel laufen. Durch seine Erweiterbarkeit lässt sich Plesk oft besser in solche Workflows integrieren, wohingegen cPanel zwar eine solide Basis bietet, aber ohne zusätzliche Tools oder manuelle Handgriffe meist nicht die gleiche Tiefe erreicht.
Benutzeroberfläche und Verwaltung: Welcher Ansatz ist effizienter?
Die Benutzerfreundlichkeit ist ein entscheidender Faktor für Agenturen, insbesondere beim Onboarding neuer Mitarbeiter oder bei der alltäglichen Verwaltung von Kundenprojekten. cPanel verfolgt dabei einen zweistufigen Aufbau mit separatem Zugang zu WebHost Manager (WHM) für Root-Admin-Aufgaben. Das erfordert mehr Einarbeitung, bietet allerdings eine beeindruckende Tiefe bei der Systemverwaltung.
Plesk präsentiert sich hingegen als Single-Interface-Lösung mit klarer, aufgeräumter Menüführung – ein großer Vorteil für Agenturen mit mehreren Mitarbeitern. Die Gestaltung erinnert visuell an moderne CMS-Systeme und ist dadurch für viele sofort vertraut. Rollen und Benutzer sind schnell angelegt, Projektstrukturierungen lassen sich sauber abbilden.
Im direkten Vergleich wirkt Plesk somit freundlicher für Agenturteams mit wechselnden Projekten oder häufig wachsendem Personal. Für moderne Hosting-Prozesse ist das zentrale Dashboard von Plesk häufig effizienter als die gestufte Struktur in cPanel.
Gerade bei der alltäglichen Übersicht für laufende Kundenprojekte oder bei der parallelen Verwaltung von E-Mail-Accounts zahlt sich das übersichtliche Plesk-Dashboard aus. So können Agenturmitarbeiter, die nicht tief in der Serveradministration stecken, schnell E-Mail-Konten einrichten, FTP-Zugänge vergeben oder einfache DNS-Anpassungen vornehmen. Bei cPanel wird zwar alles ebenfalls bereitgestellt, aber die Struktur aus WHM und cPanel kann vor allem für Neulinge verwirrend sein. Das führt häufiger zu Rückfragen oder zu längeren Einlernphasen, was in schnelllebigen Agentur-Alltagssituationen hinderlich sein kann.
Flexibilität und Erweiterungen für anspruchsvolle Projekte
Agenturen, die progressive Webanwendungen umsetzen oder DevOps-Prozesse etablieren, achten auf Integrationen wie Docker, Node.js oder GIT. Plesk bietet diese Funktionen bereits nativ – ohne zusätzliche Setups. Die Entwicklerfreundlichkeit steht hier deutlich im Fokus.
cPanel bleibt traditioneller und bietet viele Erweiterungen nur über Zusatztools oder manuelle Konfigurationen. Die Möglichkeit, individuelle Software Container direkt zu verwalten, entfällt weitgehend. Agenturen, die Entwicklungsumgebungen on the fly anlegen wollen, fahren mit Plesk eindeutig flexibler.
Für Projekte mit WordPress ist Plesk besonders stark: Das WordPress Toolkit verwaltet Updates, Plugins, Klone und Sicherheitsoptionen zentral. Besonders praktisch: Kundenprojekte lassen sich mit wenigen Klicks in Staging-Varianten abspalten. cPanel bietet Vergleichbares nur über Drittanbieter wie Softaculous und punktet dafür mit gewohnter Einfachheit.
Bei besonders umfangreichen Webprojekten mit mehreren Entwicklerteams gewinnen Funktionen wie integrierte Git-Unterstützung nochmals an Bedeutung. Die Option, automatisierte Deployments oder Testumgebungen über das Panel direkt steuern zu können, spart langfristig Zeit und minimiert Fehlerquellen. Plesk bietet hier ein einfaches Setup: Entwickler können Repositories verknüpfen und Updates werden automatisch ausgerollt. cPanel kann dies zwar prinzipiell auch, verlangt aber meist zusätzliche Module, die eine intensivere Pflege und mehr Fachwissen erfordern. In expandierenden Agenturen mit hoher Projektfluktuation ist diese Einfachheit Gold wert.
Ein weiterer Punkt ist das Performance-Tuning komplexer Installationen. Plesk unterstützt durch sein modulares System zahlreiche Caching-Mechanismen (etwa Varnish oder Redis). Zwar kann man auch in cPanel solche Lösungen nutzen, allerdings ist die Verwaltung häufig weniger integriert. Für Agenturen, die sich auf Performance-Optimierungen spezialisiert haben, stellt das ein wichtiges Entscheidungskriterium dar.
Kompatibilität mit Serverbetriebssystemen
Ein klarer technischer Unterschied liegt in den unterstützten Plattformen: cPanel beschränkt sich weiterhin auf Linux-basierte Server (CentOS, AlmaLinux, RockyLinux). Für Kundenprojekte, die zwingend auf Windows angewiesen sind, entfällt cPanel damit als Option.
Plesk stellt hingegen eine erweiterte Bandbreite bereit. Neben Linux unterstützt es Windows Server (ab 2019), was es für Agenturen mit breitem Kundenportfolio deutlich attraktiver macht. Ob ASP.NET-Anwendungen, MSSQL-Datenbanken oder spezielle Windows-Services – mit Plesk sind diese bequem umsetzbar.
| Betriebssystem | cPanel | Plesk |
|---|---|---|
| Ubuntu | Nein | Ja |
| Debian | Nein | Ja |
| AlmaLinux | Ja | Ja |
| Windows Server | Nein | Ja |
| CentOS 7 | Ja | Ja |
In Agenturen, die Projekte mit breitem Technologiespektrum betreuen, ist diese Flexibilität häufig unerlässlich. Zudem erleichtert Plesk die Verwaltung von .NET-Umgebungen, was auch für kleinere Agenturen ein Vorteil sein kann, die Windows-spezifische Projekte übernehmen möchten. Selbst wenn der Hauptanteil weiterhin auf Linux läuft, ist die Option, Windows problemlos integrieren zu können, manchmal das entscheidende Verkaufsargument gegenüber dem Kunden. Man spart sich die Anschaffung und Einarbeitung in ein zusätzliches Panel oder gar die vollständige manuelle Konfiguration eines Windows-Servers.
Agenturfunktionalitäten: Mandanten, Markenbild & Multi-Projekte
Plesk ermöglicht eine ausgefeilte Verwaltung mehrerer Kundenkonten unter einem Serverzugang. Besonders hilfreich für Agenturen: Mandanten können per Rechtesystem segmentiert werden – von Lesezugang bis vollem Admin-Zugriff. Auch das White-Label-Branding erlaubt es, das Frontend an das eigene Agenturdesign anzupassen.
Während cPanel mit WHM ebenfalls strukturierte Verwaltung bietet, lässt sich das System visuell weniger stark anpassen. Für Agenturen, die ein eigenes Branding und eine einheitliche Darstellung für Kunden wünschen, bietet Plesk mehr Zusammenhalt.
Zusätzlich profitiert man im Plesk-Umfeld von spezifischeren Agentur-Tools, etwa für die gleichzeitige Aktualisierung vieler Instanzen, zentralisierte Plugin-Sicherheit oder rollenbasiertes Reselling. Diese Möglichkeiten entlasten Teams und schaffen Raum für Projektarbeit.
Die Mandantenverwaltung nimmt in Agenturen einen immer größeren Stellenwert ein, da Kundenteams Zugriff auf bestimmte Bereiche benötigen, ohne dass die Kernkonfiguration des Servers gefährdet wird. Plesk hat hier in den letzten Jahren stark aufgerüstet, sodass Rechte fein granuliert vergeben werden können. cPanel/WHM bietet zwar ähnliche Ansätze, wirkt aber insgesamt etwas komplexer, was die Einarbeitungszeit für Mitarbeiter erhöht. Wer also mehrere Marken auf einem Server hosten und den Kunden jeweils zugeschnittene Zugänge gewähren möchte, findet in Plesk oft die harmonischere Lösung.
Darüber hinaus ist neben White-Labeling oft eine mehrsprachige Oberfläche gefragt, gerade wenn internationale Kunden betreut werden. Plesk unterstützt hier eine Vielzahl von Sprachpaketen, die sich unkompliziert aktivieren lassen. cPanel ist in diesem Punkt zwar nicht völlig abgehängt, jedoch zeigen Nutzerberichte, dass Konfiguration und Aktualisierung der Sprachpakete weniger flüssig ablaufen als in Plesk. Für Agenturen mit internationaler Kundschaft kann das ein entscheidendes Kriterium sein, um sich letztlich für die flexiblere Plattform zu entscheiden.
WordPress im Einsatz: Plesk überzeugt Hosting-Profis
Für viele Agenturen ist WordPress das zentrale Content-System. Hier gewinnt Plesk 2025 erneut durch seine tiefe Integration: Das Toolkit erlaubt automatisches Klonen, Push-to-Live-Funktionen, Malware Scans und Massenupdates über eine einzige Oberfläche.
cPanel hingegen bietet mit Softaculous lediglich eine Installationshilfe und ein Update-Werkzeug für WordPress, die deutlich weniger Funktionen umfasst. Wer Agenturprojekte effizient betreuen möchte, kann mit Plesks Toolkit wesentlich schneller arbeiten – sei es bei der Entwicklung oder beim späteren Hostingbetrieb.
Besonders bei Kundengesprächen erweist sich die Visualisierung und Projektkontrolle über Plesk als deutlich transparenter. Die Oberfläche zeigt Installationen, Status und Sicherheitsmeldungen auf einen Blick – hilfreich für strukturierte Beratung.
Ein Vorteil, der in Agenturen häufig zum Einsatz kommt, ist die Staging-Funktion in Plesk. So lassen sich bestehende WordPress-Instanzen ohne großen Aufwand in eine separate Staging-Umgebung kopieren, in der man Updates, Plugin-Neuinstallationen oder Designanpassungen gefahrlos ausprobieren kann. Anschließend wird das Projekt über den Push-to-Live-Button ganz oder in Teilen in die Live-Umgebung migriert. Dieser Prozess minimiert das Risiko von Ausfällen, was bei kundenspezifischen Portalen, Online-Shops oder Corporate-Websites essenziell ist.
Für Agenturen, die häufig Dutzende oder gar Hunderte WordPress-Seiten betreuen, ist die Zeitersparnis durch diese integrierten Tools nicht zu unterschätzen. Obwohl cPanel mit WHM und Softaculous eine solide Grundbasis für WordPress-Installationen bietet, müssen oft zusätzliche Plugins her, um etwa ein automatisiertes Staging oder eine Massen-Verwaltung von Themes und Plugins zu ermöglichen. Die Einrichtung ist möglich, aber in der Regel zeitaufwendiger. Damit hat Plesk bei der Integration von WordPress-Funktionen einen deutlichen Vorsprung.
Sicherheit & Updates: Gleichstand mit Unterschieden
Beide Panels bieten aktuelle Sicherheitsstandards: Zwei-Faktor-Authentifizierung, Firewall-Management, automatische Backups und Let’s Encrypt SSL lassen sich einfach einbinden. cPanel lebt stark von seiner Community – kritische Patches erscheinen meist sehr schnell.
Plesk punktet jedoch durch größere Klarheit bei DNS-Themen: SPF, DMARC und DKIM können visuell angepasst werden, vor allem bei Windows-Servern ein großer Vorteil. Wer mehrere Kunden-Domains verwaltet, spart damit Zeit und vermeidet Einstellungsfehler.
Regelmäßige automatische Updates verhindern Stillstände im Tagesgeschäft, die Panels laufen in stabilen Iterationen. Unterschiede zwischen den Systemen ergeben sich fast ausschließlich durch die genutzte Serverarchitektur.
Interessant für viele Agenturen ist die Art und Weise, wie Backups erstellt und wiederhergestellt werden können. Plesk bietet hier ein recht intuitives System, bei dem sich sowohl Komplett- als auch inkrementelle Backups automatisiert planen lassen. cPanel hat insbesondere mit WHM auch überzeugende Backup-Optionen, dennoch wirkt das Handling manchmal etwas technisch und weniger endkundenfreundlich. Agenturen, die ihren Kunden eigenständige Backups ermöglichen möchten, greifen in Plesk zudem auf ein klareres Rollen- und Rechtesystem zurück. cPanel-Fans wertschätzen hingegen, dass das WHM-Backup-System gut dokumentiert ist und mit inkludierten Skripten oder Cronjobs flexibel gesteuert werden kann.
Bei E-Mail-Hosting und Sicherheit setzen beide Panels auf etablierte Mailserver wie Postfix (Plesk) und Exim (cPanel), was funktional relativ gleichwertig ist. Auffällig ist allerdings die klarere Oberfläche in Plesk, in der DNS-Einträge für E-Mail-Sicherheit (SPF, DKIM, DMARC) per Klick angepasst werden können. cPanel hingegen setzt auf separate Module und Einstellungsmenüs, die für Administratoren durchaus logisch aufgebaut sind, bei weniger geübten Mitarbeitern jedoch zu Verwirrung führen können. In der Praxis zeigt sich: Wer oft Domains hinzufügt oder ändert, kann mit den Plesk-Assistenten einiges an Zeit sparen.
Lizenzmodell und Kosten – Skalierungsfreundlichkeit im Blick
Ein kritisches Kriterium für Agenturen ist die Kostenentwicklung bei wachsender Kundenzahl. cPanel lizenziert strikt nach Account-Zahl – Agenturen mit starkem Wachstum können so schnell bei über 100 € pro Monat landen. Für kleinere Projekte gibt es keine sinnvolle Limitierung.
Plesk bietet hier variablere Modelle. Die Web Pro oder Web Host Edition erlaubt unbegrenzte Kundenaccounts. Das macht Kalkulation und Auslastung planbarer. Besonders Start-ups mit großen Hosting-Plänen profitieren von der linearen Kostenstruktur.
Wer auf Cloud- oder Managed-Server setzt, sollte je nach Anbieter die Lizenz inklusive nutzen – etwa bei Konfigurationen über webhoster.de, das in Vergleichen zu den besten Webhostern Europas zählt.
Gerade beim Wechsel von kleineren zu größeren Hosting-Paketen ist die Frage relevant, wie sich die Lizenzkosten entwickeln. Bei cPanel wird pro „Account“ lizenziert, was zwar zunächst günstig erscheinen mag, aber schnell den Kostenrahmen sprengen kann, wenn ein Agentur-Server Dutzende oder gar Hunderte Kunden hostet. Plesk hingegen löst dieses Problem mit stufenweisen Editions, in denen meist mehrere oder unlimitierte Domains angelegt werden können. Ideal für Agenturen, die wachsen und dabei die Kosten fest im Griff behalten möchten.
Auch beim Reselling von Hosting-Paketen an Kunden wird das Plesk-Modell oft bevorzugt, weil die Preisstruktur besser kalkulierbar bleibt und sich das White-Label-Angebot leichter in eigene Produkte integrieren lässt. Bei cPanel müssten Agenturen ihre Preispakete entsprechend der Account-Begrenzungen anpassen und laufen Gefahr, ihre Kundenangebote mehrfach überarbeiten zu müssen, sobald neue Projekte hinzukommen.
Praktische Einschätzung für Agenturen 2025
Die Wahl zwischen cPanel und Plesk hängt letztlich von Faktoren wie Kundenstruktur, Plattformspektrum und Workflow-Vorlieben ab. Nutzt die Agentur ausschließlich Linux und setzt auf erfahrene Sysadmins, bleibt cPanel nach wie vor eine grundsolide Lösung mit breiter Community.
Bei Agenturen mit wachsendem Team, Windows-Servern oder starkem WordPress-Fokus ergibt Plesk jedoch einen spürbaren Effizienzvorteil. Vor allem das durchdachte Rechte-Management und die native Integration moderner Webtechnologien sprechen für die Plattform.
Wer viel Wert auf Mandantenfähigkeit und ein Branding legt, das sich im Kundenbereich wiederspiegelt, wird mit Plesk in der Regel schneller zum Ziel kommen. Dies gilt auch für Agenturen, die ihren Kunden einen reibungslosen Einblick in bestimmte Bereiche der Serververwaltung ermöglichen möchten, ohne sämtliche Root-Berechtigungen freigeben zu müssen. Daneben ist Plesk dank der klaren Struktur ein Plus, wenn Mitarbeiter unterschiedlichste Kenntnisstände haben und dennoch effektiv zusammenarbeiten sollen.
Weiterhin gilt zu bedenken, dass das Community-Ökosystem von cPanel stark auf Linux-Komfort und Anpassbarkeit setzt. Gerade wenn man tief im System operiert und keinen Windows-Support benötigt, können sich cPanel-Installationen lohnen. Vor allem erfahrene Administratoren, die bereits Skripte und Workflows rund um cPanel aufgebaut haben, können hier Vorteile hinsichtlich Geschwindigkeit und Routine nutzen. Aber sobald Windows ins Spiel kommt oder WordPress-Multitenancy-Projekte in immer größerer Zahl betreut werden, kippt die Waagschale oft in Richtung Plesk.
Ein weiterer Aspekt, den Agenturen 2025 berücksichtigen, ist die Frage nach Migrationspfaden. Wer bereits cPanel einsetzt und auf Plesk wechseln möchte, kann über Plesk Migrator-Tools und gut dokumentierte Migrationsanleitungen verfügen. Allerdings sollte man genug Zeit für Tests einplanen, um sicherzustellen, dass alle Daten, Einstellungen und E-Mails korrekt übertragen werden. Dieser Aufwand wird durch den späteren Zugewinn an Flexibilität aufgewogen – vor allem, wenn man den Umstieg plant, um langfristig Kosten bei Lizenzen und Verwaltung zu sparen. Umgekehrt gibt es auch von Plesk zu cPanel Migrationsmöglichkeiten, doch hier muss man gegebenenfalls auf Windows-Projekte verzichten, sollte man komplett umziehen.
Neben der reinen Server- und Softwarepflege rückt auch das Thema Monitoring und Reporting für Agenturen in den Vordergrund: Mit Plesk haben Admins ein umfassendes Monitoring bereits integriert und können beispielsweise Statistiken zu CPU-, RAM- und Festplattenauslastung abrufen. Auch lassen sich Warnmeldungen automatisiert an das Agenturteam verschicken. cPanel bietet zwar ähnliche Funktionen, jedoch sind diese oft in WHM verteilt und erfordern separate Plug-ins oder Skripte für umfangreichere Reports. Gerade in Agenturen, in denen auch Projektmanager oder Kundenbetreuer den Status von Webseiten überprüfen müssen, ist der schnellere Zugang in Plesk ein Mehrwert.
In der Praxis zeigt sich darüber hinaus, dass viele Agenturen Wert auf die Aufteilung von großen Projekten in kleinere Projektphasen legen und möglichst viele Aufgaben delegieren möchten. Hier profitieren sie in Plesk von den klaren Rollenvergaben, die individuelle Zugriffsrechte auf Ressourcen, Objekte und Domains erlauben. cPanel/WHM ermöglicht zwar auch Zugriffskonten, jedoch fällt die Rollenaufteilung oft weniger fein aus. So müssen Administratoren häufiger Zwischenschritte gehen, um exakt definierte Berechtigungen zu verteilen.
Letztendlich ist Plesk 2025 die vielseitigere Wahl, wenn es auf Mandanten, Sicherheit, Automatisierung und WordPress-Projekte ankommt. Wer klare Prozesse sucht und Wachstum realistisch einplant, trifft mit Plesk eine zukunftsfähige Entscheidung. Gleichzeitig bleibt cPanel für viele Linux-Enthusiasten und Puristen eine Lösung, an der sie festhalten wollen – nicht zuletzt wegen der großen, sehr aktiven Community und der bewährten Linux-Fokusstrategie.


