Internationale Online-Geschäfte stellen deutsche Website-Betreiber 2025 vor neue Datenschutzanforderungen. Die PDPL Compliance wird unverzichtbar, sobald Nutzer oder Partner aus Ländern mit abweichenden Datenschutzgesetzen eingebunden sind – vor allem bei Webpräsenzen mit internationalen Besuchern oder geschäftlichen Beziehungen außerhalb der EU.
Während die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) in der EU längst zum verpflichtenden Standard geworden ist, tritt mit der PDPL (Personal Data Protection Law) in verschiedenen Ländern außerhalb Europas ein neues Regelwerk hinzu, das Betreiber deutscher Websites vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Gerade die zunehmende Verflechtung internationaler Lieferketten und digitaler Dienstleistungspartnerschaften sorgt dafür, dass nahezu jedes Online-Geschäft früher oder später von den neuen Vorschriften betroffen ist. Die logische Konsequenz: Ohne konkrete Auseinandersetzung mit PDPL-gerechten Datenschutzmaßnahmen bleibt die eigene Webpräsenz 2025 nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Zentrale Punkte
- PDPL gilt zusätzlich zur DSGVO, wenn Datenflüsse außerhalb der EU stattfinden.
- Datenschutzerklärungen müssen auf mehrere Gesetzesrahmen ausgelegt sein.
- Technische Infrastruktur ist entscheidend: Serverstandort, SSL und Backups nach PDPL-Standard erforderlich.
- Datenübermittlungen in Drittländer bedürfen besonderer Schutzmechanismen.
- Regelmäßige Audits sichern langfristige Compliance unter neuen gesetzlichen Anforderungen.
Eine konsequente Umsetzung dieser zentralen Punkte beginnt meist mit einer Bestandsaufnahme. Wo werden aktuell personenbezogene Daten erhoben? Werden Daten in Drittländer übertragen? Und wenn ja, welche Regelungen gelten dort konkret? Oft zeigt sich dabei, dass neben den klaren Richtlinien der DSGVO weitere Compliance-Vorgaben erfüllt sein müssen. Gerade in den Golfstaaten (VAE, Saudi-Arabien) sowie in anderen Ländern mit eigenen Datenschutzverordnungen ergeben sich Unterschiede, die Betreibern hierzulande nicht immer geläufig sind. Deswegen kann es sinnvoll sein, internationales Rechtsexpertenwissen oder spezialisierte Beratungsleistungen einzuholen, um sich auf PDPL-Vorschriften optimal vorzubereiten.
Was bedeutet PDPL konkret für deutsche Websites?
Das Personal Data Protection Law (PDPL) stellt ein Datenschutzgesetz dar, das z. B. in Saudi-Arabien oder den VAE Anwendung findet. Deutsche Website-Betreiber, die mit Nutzern oder Unternehmen in diesen Ländern in Kontakt stehen, müssen sicherstellen, dass sie deren Datenschutzstandards gerecht werden. PDPL weist Gemeinsamkeiten mit der DSGVO auf, unterscheidet sich jedoch in Umfang und Anforderungen. So fordern viele PDPL-Versionen eine explizite Zustimmung zur Datenverarbeitung vor jedem Datentransfer und explizite Protokolle über die Nutzung sensibler Daten.
Die Relevanz steigt insbesondere bei B2B-Websites, Online-Shops mit globalen Kunden oder digitalen Dienstleistungen im Ausland. Wer hier ohne Berücksichtigung internationaler Datenschutzpflichten agiert, riskiert rechtliche Konsequenzen und kann Geschäftsbeziehungen gefährden. Zudem kann fehlende Transparenz über die Datenverarbeitungsprozesse zu Image-Schäden führen, die das Vertrauen internationaler Partner und Kunden beeinträchtigen.
Praktisch bedeutet PDPL für deutsche Websites häufig, dass das Consent Management neu gestaltet oder zumindest erweitert werden muss. Viele Versionen des PDPL bestehen auf einer klaren und aktiven Einwilligung (Opt-in), insbesondere dann, wenn es sich um sensible Daten handelt, die Rückschlüsse auf Herkunft, Religion, Gesundheit oder Finanzstatus erlauben. Außerdem verlangen manche außereuropäische Datenschutzgesetze ausführlichere Dokumentationen über sämtliche Verarbeitungsschritte der Daten, was sich auch auf interne Prozesse wie Log-Dateien, CRM-Systeme und Marketing-Tools auswirken kann.
Neue Datenschutzaufsicht und Folgen für Website-Betreiber
Die neue zentrale Datenschutzaufsicht in Deutschland – geplant ab 2025 – verspricht mehr Einheitlichkeit und effizientere Abläufe. Mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten als zentrale Anlaufstelle entfällt die bisherige föderale Verantwortlichkeit. Das bedeutet: Weniger Doppelmeldungen, klarere Zuständigkeiten, schnellere Reaktionszeiten. Für Betreiber von Websites, die mehrere Standorte innerhalb Deutschlands bedienen, entsteht hierdurch ein echter Vorteil.
Zugleich steigen die Anforderungen an technische Dokumentation und Auditpflichten. Unternehmen müssen klar nachweisen können, dass sie gesetzlichen Standards folgen, ihre Systeme sicher sind und Betroffenenrechte vollständig umgesetzt wurden – unabhängig davon, ob die gesetzlichen Grundlagen DSGVO oder PDPL heißen. Oft rückt dabei auch das Prinzip „Privacy by Design und by Default“ in den Fokus: Systeme und Anwendungen müssen so konzipiert sein, dass Datenschutzanforderungen bereits in deren Struktur verankert sind.
Die Umsetzung kann in der Praxis zeitintensiv sein. So erfordert jedes neu entwickelte Tool oder Plug-in eine Analyse, ob Daten in Drittländer abfließen könnten. Auch der Umgang mit Drittanbietern aus dem Cloud-Segment lässt Fragen zum Datentransfer aufkommen. Möchte man zum Beispiel bestimmte Dienste aus den USA oder aus dem Nahen Osten integrieren, müssen zuvor Verträge und technische Lösungen so gestaltet sein, dass alle betroffenen Gesetzesvorgaben abgedeckt werden. Hier kann ein Austausch mit dem künftigen Bundesdatenschutzbeauftragten oder entsprechenden Landesämtern schon in der Planungsphase wertvolle Hinweise liefern.
Technische Voraussetzungen für PDPL-konforme Websites
Ohne angepasste Technik bleibt PDPL Compliance unmöglich. Hosting, Datenschutzvereinbarungen und Sicherheitsfeatures müssen den Anforderungen verschiedener Gesetzgebungen gleichzeitig entsprechen. Wichtig sind unter anderem:
- Serverstandorte innerhalb Deutschlands oder der EU, um Rechtsklarheit und Schnelligkeit im Ernstfall zu garantieren
- Vollständige SSL-Verschlüsselung aller Datenübertragungen inklusive E-Mails und Backups
- Verträge zur Auftragsverarbeitung mit Hosting-Partnern nach Art. 28 DSGVO bzw. entsprechender PDPL-Vorgaben
- Firewall-gestützte Sicherheitsarchitektur mit DDoS-Schutz
- Regelmäßige, verschlüsselte Backups mit Zugriffskontrolle
Ein gutes Beispiel ist die Hosting-Lösung von webhoster.de, die in allen Bereichen PDPL- und DSGVO-konform arbeitet. Die Wahl des richtigen Hosters sichert rechtlich und technisch langfristige Compliance.
Gerade im Bereich der Verschlüsselungstechnologien wird 2025 ein noch stärkerer Fokus auf die Art und Weise gelegt, wie Daten nicht nur beim Transfer, sondern auch im Ruhezustand (Data at Rest) geschützt sind. Für PDPL-konforme Systeme kann es darüber hinaus nötig sein, die Protokollierung von Zugriffen auf sensible Daten so zu gestalten, dass Behörden auf Anfrage Einblick in die Nachverfolgung von Datenbewegungen erhalten können. Das bedeutet eine engmaschige Dokumentation, die sowohl den Zeitstempel als auch die verantwortlichen Systemnutzer erfasst.
Der Datenspeicherungsort ist ein weiterer kritischer Punkt. Kommt man beispielsweise ohne ein eigenes Rechenzentrum aus und mietet stattdessen virtuelle Maschinen oder Storage-Kapazitäten, muss man transparent darlegen können, wo genau diese Serversysteme physisch stehen. Ein Hosting-Anbieter, der ausschließlich in Deutschland oder der EU operiert, bietet den Vorteil, dass die Vorgaben der DSGVO erfüllt sind. Soll jedoch ein Markt in Saudi-Arabien oder den VAE erschlossen werden, kommen mögliche Anforderungen der jeweiligen PDPL-Version hinzu. Manche Betreiber fahren eine doppelte Strategie: Hauptserver in Deutschland, zusätzliche Serverkapazitäten in den relevanten Zielmärkten, sofern dies aus Performance- und Datenschutzgründen erforderlich ist.
Vergleich Hosting-Anbieter 2025
Die folgende Tabelle zeigt die Hostinganbieter im Überblick, die datenschutzrechtlich und technisch auf PDPL und DSGVO vorbereitet sind:
| Platz | Anbieter | Standort | AV-Vertrag | SSL | Backup | Zertifizierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | webhoster.de | 🇩🇪 | Ja | Ja | Ja | ISO 27001 |
| 2 | world4you | 🇪🇺 | Ja | Ja | Ja | — |
| 3 | collabcore.io | 🇩🇪 | Ja | Ja | Ja | — |
Der Auswahlprozess sollte dabei nicht nur auf Preis-Leistungs-Verhältnisse reduziert werden. Gerade im Bereich Datenschutz und PDPL spielen Aspekte wie die interne Kompetenz des Hosters, das Notfallmanagement und der Umgang mit möglichen Datenschutzvorfällen eine entscheidende Rolle. In vielen Fällen empfiehlt es sich, das Rechenzentrum des potenziellen Anbieters zu besichtigen oder zumindest Zertifizierungen (z. B. ISO 27001) und Service-Level-Agreements (SLAs) genau zu prüfen. So entsteht ein Gesamtbild, das sowohl den Anforderungen von DSGVO als auch PDPL gerecht wird.
Datenschutzerklärung und Konsentmanagement anpassen
Damit Ihre Seite datenschutzkonform bleibt, müssen Texte und Tools regelmäßig aktualisiert werden. Datenschutzerklärungen sollten klar machen, dass sowohl DSGVO als auch PDPL berücksichtigt werden. Zudem sollten Cookie-Banner auf alle betroffenen Rechtsräume abgestimmt sein. Vielfach ist eine dynamische Einwilligungsverwaltung notwendig, die Herkunft des Besuchers erkennt und die passende Form anzeigt.
Achten Sie beim Einsatz von Consent Management darauf, dass die Plattform interoperabel arbeitet und zukünftige gesetzliche Änderungen berücksichtigt – insbesondere im Hinblick auf die neue deutsche Konsentplattform-Regelung.
In der Praxis wird das Zusammenspiel verschiedener Tools schnell komplex. Manche Tools identifizieren automatisch, woher ein User kommt, und passen die Cookie-Einstellungen entsprechend an. Andere Plattformen erfordern eine manuelle Anpassung, was gerade bei länderübergreifenden Angeboten viel Koordination bedeutet. Zusätzlich ist es ratsam, eine mehrsprachige Datenschutzerklärung anzubieten, sobald man in außereuropäischen Ländern aktiv Daten erhebt. So können potenzielle Kunden und Partner problemlos erkennen, welche Rechte ihnen nach lokalem Recht zustehen und wie das Zusammenspiel mit der DSGVO funktioniert.
Schritt-für-Schritt zur PDPL-Compliance
Um die Umsetzung effizient zu gestalten, orientiere ich mich an folgenden Maßnahmen:
- Datentransfer prüfen: In welche Länder gelangen personenbezogene Daten?
- Inhalte der Datenschutzerklärung und der Einverständniserklärungen aktualisieren
- Cookie-Lösungen auf territorial relevante Anforderungen prüfen
- Hostinganbieter und technische Infrastruktur überprüfen
- Schulung des Personals zu internationalen Datenschutzrechten
- Planung regelmäßiger Audits intern wie extern
Diese konsequente Struktur senkt das Risiko von Datenschutzverstößen und bereitet Ihre Website langfristig auf Änderungen vor. Bereits die erste Maßnahme – die Überprüfung der Datenflüsse – kann zum Augeöffner werden. Häufig kommen Unternehmen zu dem Schluss, dass Daten über Plugins, Tracking-Skripte oder eingebettete Drittinhalte längst in Regionen fließen, die man anfangs gar nicht im Blick hatte. Dazu gehören zum Beispiel CDNs (Content Delivery Networks), externe Schriftarten-Hoster oder verschiedene Payment-Dienstleister.
Wer diese ersten Schritte erfolgreich gemeistert hat, sollte danach das Personal schulen. Denn auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die täglich mit Daten umgehen, müssen verstehen, wie PDPL-Vorgaben aussehen. Schulungsinhalte können beispielsweise beinhalten, wann genau Einwilligungen eingeholt werden müssen oder wie bei Datenpannen zu verfahren ist. Eine lückenlose Prozessbeschreibung und interne Richtlinien, die auf PDPL und DSGVO abgestimmt sind, erleichtern das sichere und rechtskonforme Arbeiten.
Besondere Herausforderungen für kleinere Anbieter und Barrierefreiheit
Gerade kleine und mittlere Unternehmen spüren die Last neuer Auflagen deutlicher. Während große Konzerne eigene Datenschutzabteilungen haben, kämpfen viele KMUs mit Ressourcen und rechtlicher Komplexität. Dabei wird 2025 keine Ausnahmen machen – alle Betreiber müssen gewährleisten, dass technische Sicherheitsvorgaben erfüllt und Informationen korrekt dargestellt werden.
Ein zusätzlicher Aspekt: Die Kombination aus Datenschutz und Digitaler Barrierefreiheit. Mit dem EAA (European Accessibility Act) müssen Websites künftig nicht nur datensicher, sondern auch uneingeschränkt nutzbar sein. Dies gilt insbesondere für öffentliche Stellen und Dienstleister mit Kundenkontakt. Dadurch verschärfen sich Anforderungen an Frontend-Entwicklung und UX. Wer hier vorbereitet ist, reduziert spätere Nachbesserungen deutlich.
Bei KMUs gehen oft notwendige Ausgaben für Softwarelizenzen, Zertifizierungen und technischen Support stark ins Gewicht. Neben der Grundsicherung der Website mittels SSL-Zertifikaten und sicheren Servern müssen Betriebe für die Erfüllung zusätzlicher Anforderungen unter Umständen neue Dienstleister beauftragen oder mehrheitlich eigene Fachkräfte einstellen. Dieser organisatorische Mehraufwand sollte jedoch nicht als Hürde, sondern eher als Chance begriffen werden, die eigene Online-Präsenz nachhaltig abzusichern. Denn mit steigender Compliance steigen zugleich das Vertrauen und die Zufriedenheit von Kunden, Geschäftspartnern und Behörden.
Ausblick: So bleibt Ihre Seite 2025 rechtskonform
Die PDPL Compliance ist kein Zusatzthema mehr, sondern gehört fest in den Datenschutzplan deutscher Website-Betreiber. Ob E-Mail-Verschlüsselung, Serverstandort oder Einwilligungsmanagement – jede Maßnahme hat direkten Einfluss auf rechtliche Absicherung und Nutzervertrauen. Ohne fortlaufende Updates, technische Modernisierung und Sensibilisierung bleibt keine Webpräsenz sicher. Wer Hosting bei einem Anbieter mit vollständiger DSGVO- und PDPL-Kompetenz wie webhoster.de bucht und sein Team regelmäßig schult, ist auch für 2026 und darüber hinaus vorbereitet.
Gerade der Blick nach vorn zeigt, dass sich Datenschutzlandschaften weiterentwickeln werden. Nationale und regionale Gesetzgebungen können künftig von der DSGVO abweichen, während gleichzeitig weitere Global Player eigene Datenschutzstandards etablieren könnten. Es ist daher ratsam, schon heute einen Mechanismus zur ständigen Überprüfung und Anpassung der Prozesse einzurichten. Dabei helfen interne oder externe Audits, die alle 12 oder 24 Monate stattfinden und sowohl technische als auch organisatorische Punkte unter die Lupe nehmen.
Weitere Empfehlungen zu rechtlichen Pflichten im Hosting-Umfeld findest du hier im Überblick.


